Ein feuchter Fleck an der Wand, ein aufgewölbter Boden oder ein steigender Wasserzähler ohne erkennbaren Grund: Wasserschäden zeigen sich oft weit entfernt von ihrer eigentlichen Ursache. Wer jetzt auf Verdacht Fliesen aufstemmt oder Wände öffnet, riskiert unnötige Kosten und Baustellen an der falschen Stelle. Eine professionelle Leckortung geht den umgekehrten Weg. Sie grenzt die Ursache zuerst messtechnisch ein und schafft eine belastbare Grundlage für alle weiteren Schritte.
Die kurze Antwort: Bei einer Leckortung prüfen wir Ihr Schadensbild vor Ort, wählen die passenden Messverfahren aus, grenzen die Leckstelle möglichst zerstörungsarm ein und dokumentieren den Befund nachvollziehbar mit Messwerten und Bildern. Die meisten Termine dauern zwischen ein und drei Stunden.
Warum die Ursache selten dort liegt, wo der Schaden sichtbar wird
Wasser folgt der Schwerkraft und den Wegen im Bauwerk. Es läuft an Rohren entlang, sammelt sich in Dämmschichten und tritt erst dort aus, wo es auf ein Hindernis trifft. Ein Fleck an der Kellerdecke kann von einer undichten Leitung im Bad darüber stammen. Feuchte im Estrich verteilt sich über die gesamte Dämmebene. Genau deshalb ist der sichtbare Schaden nur ein Hinweis und noch kein Befund. Die Leckortung trennt beides sauber: Sie unterscheidet zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was messbar belegt werden kann.
So bereiten Sie den Termin vor
Je besser wir Ihre Situation vorab kennen, desto gezielter können wir messen. Hilfreich sind:
- Fotos des Schadensbilds und der betroffenen Räume
- Angaben, seit wann und unter welchen Bedingungen der Schaden auftritt
- vorhandene Leitungs- oder Grundrisspläne
- Informationen zu früheren Wasserschäden am Objekt
- freier Zugang zu den betroffenen und angrenzenden Räumen
Kein Dokument davon ist Pflicht. Auch ohne Pläne finden wir einen Ansatz. Jede Vorabinformation spart am Termin aber Zeit und erhöht die Treffsicherheit.
Welche Verfahren zum Einsatz kommen
Es gibt nicht das eine beste Ortungsverfahren. Das Schadensbild entscheidet, welche Methoden sinnvoll kombiniert werden. Zur Verfügung stehen unter anderem die akustische Ortung für Strömungsgeräusche in Druckleitungen, die Feuchtigkeitsmessung zur Eingrenzung durchfeuchteter Bereiche, die Thermografie zur Sichtbarmachung von Temperaturunterschieden und die Endoskopie für den Blick in Hohlräume durch kleinste Öffnungen. Bei Bedarf ergänzen weitere Methoden wie Tracergas die Untersuchung. Welche Kombination bei Ihnen zum Einsatz kommt, entscheidet sich am Objekt und wird Ihnen vor Ort erklärt.
Der Termin Schritt für Schritt
- Bestandsaufnahme: Wir sehen uns das Schadensbild an und besprechen Vorgeschichte, Nutzung und Auffälligkeiten.
- Verfahrenswahl: Auf dieser Grundlage legen wir fest, welche Messverfahren geeignet sind und in welcher Reihenfolge sie eingesetzt werden.
- Messung und Eingrenzung: Wir messen, vergleichen Referenzwerte und grenzen den Bereich der Leckstelle Schritt für Schritt ein.
- Markierung: Der eingegrenzte Bereich wird direkt am Bauteil markiert.
- Erläuterung: Sie erfahren noch vor Ort, was gemessen wurde, was der Befund bedeutet und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
Ihr Ergebnis: ein nachvollziehbarer Befund
Nach dem Termin erhalten Sie eine Dokumentation mit Messwerten, Fotos und einer verständlichen Einordnung. Damit können Handwerker gezielt reparieren statt großflächig zu suchen. Versicherer und Hausverwaltungen erhalten eine geordnete Grundlage für ihre Entscheidung. Wichtig für Ihre Planung: Der Messauftrag und mögliche Folgeleistungen bleiben getrennte Schritte. Ob nach dem Befund eine Reparatur, eine Trocknung oder eine weitere fachliche Prüfung folgt, entscheiden Sie auf Basis der Dokumentation.
Wo die Grenzen liegen
Eine seriöse Leckortung nennt auch ihre Grenzen. Nicht jede Leckstelle lässt sich zentimetergenau bestimmen, etwa bei sehr großflächiger Durchfeuchtung oder mehreren überlagerten Schäden. In seltenen Fällen ist eine kleine Bauteilöffnung nötig, um einen Befund zu bestätigen. Auch das geschieht gezielt und nach Absprache statt auf Verdacht. Genau diese Ehrlichkeit unterscheidet einen belastbaren Messbefund von einer bloßen Vermutung.
Häufige Fragen zur Leckortung
Die meisten Termine dauern zwischen ein und drei Stunden. Umfang und Dauer hängen von Objektgröße, Zugänglichkeit und Schadensbild ab.
Ziel ist die möglichst zerstörungsarme Eingrenzung. Die eingesetzten Verfahren arbeiten von außen am Bauteil. Nur wenn ein Befund anders nicht zu bestätigen ist, wird nach Absprache gezielt und kleinflächig geöffnet.
Das regelt Ihr Versicherungsvertrag. Viele Gebäudeversicherungen beteiligen sich an den Kosten der Ursachenfindung. Unsere Dokumentation ist so aufgebaut, dass Ihr Versicherer den Fall geordnet nachvollziehen kann.
Sie erhalten den dokumentierten Befund und entscheiden über die nächsten Schritte. Auf Wunsch nennen wir Ihnen passende Folgeleistungen, etwa die Trocknung durch unsere Schwestermarke MAUL Bautrocknung.
Wir sind in Braunschweig und in der gesamten Region unterwegs, unter anderem in Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel, Peine, Gifhorn, Helmstedt und Goslar.
Leckortung in Braunschweig und der Region anfragen
Lassen Sie das Schadensbild fachlich eingrenzen, bevor unnötig geöffnet wird. Nutzen Sie unseren Rückrufservice oder das Anfrageformular auf der Leckortungsseite. Wir besprechen mit Ihnen, welcher Messweg zu Ihrem Schadensbild passt.